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Geschichte der Feuerwehr Krempe

Wo Menschen zusammenleben, leben sie auch mit dem Feuer zusammen. Die Gefahr, die das Feuer mit sich brachte, ist aber zu allen Zeiten erkannt worden. So kann man bis in die Zeit der Brandgilden zurückblicken, die im 16. Jahrhundert darauf ausgerichtet waren, dem Mitmenschen in Nachbarschafts- und Gegenseitigkeitshilfe Schadensersatz im Brandfall zu leisten. Die Kremper Brand- und Wehrgilde ist aus dem Jahres 1541 bekannt.

Gestützt auf Aufzeichnungen vom Ehrenbürger der Stadt Krempe, Herrn Harald Bolten, dem ehemaligen Wehrführer, Herrn Hans Trautmann sowie der heutigen Wehrführung soll hier kurz in die Kremper Feuerwehrgeschichte zurückgeblendet werden.

Das Brandwesen wurde im 19. Jahrhundert vom Versicherungswesen abgelöst. Nach dem Kriege 1870/71 wurde damit begonnen, auch in kleinsten Orten und Flecken organisierte und disziplinierte Feuerwehren zu bilden, um das Volksvermögen gegen Schadenfeuer wirksamer zu schützen.

Die Feuerwehr Krempe wurde am 07.10.1884 gegründet und hatte ca. 50 aktive Kameraden. Der erste Hauptmann war der Gärtner Heinrich Möller. Ihm folgte am 01.04.1895 der Gastwirt und Klempnermeister Adolf Butendorp. Kurzfristig löste sich die Feuerwehr im Jahre 1901 auf, als es unterschiedliche Auffassungen zwischen der Stadt und den Kameraden bezüglich der Unfall- und Krankenversicherung gab. Es bildete sich aber schon kurze Zeit später ein freiwilliges ”Steiger- und Rettungskorps”, das sich dann ab 1903 wieder Feuerwehr nannte.

Feuerwehr Krempe 1900-

Im Jahre 1903 gründete auch die Firma “Henry Hallenstein & Co.” die Freiwillige Feuerwehr der Kremper Lederwerke mit dem Hauptmann C. Jänichen. Die Wehr erhielt 1910 eine Gasdruckspritze und eine mechanische Drehleiter. Das Verhältnis zwischen den beiden Wehren ist lange Jahre sehr gespannt gewesen, dennoch aber konnten sie im Jahre 1908 zusammen das erste Kreisfeuerwehrfest nach der Neugründung gestalten.

Von 1914 - 1918 ruhte der Betrieb in beiden Wehren. Viele Kameraden kehrten aus dem Ersten Weltkrieg nicht zurück.

Im Jahre 1919 nahmen die Wehren einen grossen Aufschwung mit der Motorisierung. So wurde 1924 ein “Motorspritzenzweckverband” mit den Gemeinden Herzhorn, Engelbrechtsche Wildnis, Elskop, Borsfleth, Krempdorf, Neuendeich, Gehlensiehl, Neuenbrook, Rethwisch, Grevenkop, Siethwende, Grönland, Sommerland, Hohenfelde und Süderau gegründet und eine 1.500 Liter-Überland-Automobilspritze angeschafft. Die alten Handdruckspritzen waren den Anforderungen nicht mehr gewachsen.

In den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts war zeitweise auch ein Trommler- und Pfeiferkorps der Feuerwehr zugehörig.

FF_Krempe_1927

1932 wurden schwere Personenkraftwagen zu Gerätewagen umgebaut und eine 800 Liter-Tragkraftspritze angeschafft, was aus Belohnungsgeldern (für besonders schnelles Eingreifen und Ermittlung von Brandstiftern) und Spenden finanziert wurde. Beide Wehren konnten auf dem Kreisfeuerwehrfest im Jahre 1933 vier motorisierte Feuerlöschwagen vorführen.

1942 wurde ein 3 t Löschfahrzeug mit einer Pumpe, die bis zu 1.500 l Wasser in der Minute fördern konnte, angeschafft. Diese war auch dringend notwendig, mussten die Kremper Feuerwehr im Zweiten Weltkrieg doch zu schwersten Einsätzen nach Hamburg, Elmshorn, Kiel, Wilster, Brunsbüttel-Ostermoor, Neumünster und Wilhelmsburg. Die alte Automobilspritze wurde nach Bremen verkauft, ist dort aber gleich einem Bombenangriff zum Opfer gefallen. Ausserdem wurden zur Verbesserung der Löschwasserversorgung in der Stadt drei Saugbrunnen gebohrt.

Der Motorspritzenzweckverband wurde inzwischen wieder aufgelöst, da fast alle Landgemeinden mit Motorspritzen ausgerüstet wurden.

Nachdem von 1933 bis 1945 auch das Kremper Feuerlöschwesen unter autoritären Gleichschaltungs- und militärisch-polizeilichen Weisungen stand, wurde es nach dem Krieg wieder umgewandelt es unterstand zunächst der britischen Militärregierung und später dem Landrat bzw. Kreisbrandmeister. 1945 verfügte die Wehr über nur noch 20 aktive Kameraden, ein LF 15 und einen Hydrantenkarren.

Im Jahre 1947 schlossen sich die städtische Wehr und die Wehr der Kremper Lederwerke zusammen. Anschliessend setzte sich die Wehr aus 45 aktiven Mitgliedern, zwei Löschzügen, einem LF 15, einem LF 8, einem Automobilgerätewagen mit TSA zusammen. Aus diesem Zusammenschluss entstand die seinerzeit zweitgrößte Wehr des Kreises Steinburg. Die Zahl der aktiven Kameraden schwankte über die Jahre immer um 45.

Feuerwache 1974 u. Fahrzeuge-

Anfang der achtziger Jahre nahm der Bestand der Frw. Fw. aber bedrohliche Formen an, so dass im Jahre 1984 eine Jugendfeuerwehr in Krempe gegründet wurde. Mit der Gründung der Jugendfeuerwehr konnte die Zahl der aktiven Kameraden der Frw. Fw. erhalten und sogar verbessert werden. Die Frw. Fw. hat heute wieder ca. 45 aktive Kameradinnen und Kameraden, in drei anerkannten Löschgruppen und eine ca. 35 Kameradinnen und Kameraden starke Jugendfeuerwehr. 80 Kremper Bürgerinnen und Bürger sind fördernde Mitglieder.

Eine moderne Funkweckeralarmierung für die Kameradinnen und Kameraden und die automatische Funksirene garantieren den schnellsten Einsatz der Kremper Wehr nicht nur im Bereich der Stadt, sondern auch für alle unsere Nachbargemeinden. Unser Gemeindegebiet umfasst ca. 340 ha und in Krempe wohnen ca. 2.400 Bürger, die mit ihrer Feuerwehr zufrieden sein können.

Am 19.05.2007 konnte die Feuerwehr die neue Feuerwache beziehen. Der Bau war nötig geworden, da das alte Gebäude nicht mehr den Vorgaben der HFUK entsprach, dieses wurde abgerissen und an gleicher Stelle die neue Feuerwache errichtet. Den Abriss des alten Gebäudes und viele Arbeiten im neuen Gebäude wurden durch die Kameraden in Eigenleistung verrichtet.

Feuerwache

Um die Arbeit der Feuerwehr und Jugendfeuerwehr noch besser unterstützen zu können, wurde im Jahre 2015 ein Förderverein gegründet.

Der Fuhrpark im Jahre 2016 besteht aus einem LF 16/12 (BJ. 1993), LF 10/6 (BJ. 2011), LF 16/TS (BJ. 1987) und MZF (BJ. 1999).

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Der jetzige Wehrführer der Stadt Krempe, OBM Christian Runge und sein Wehrvorstand sind sehr darauf bedacht, dass der Ausbildungs- und Ausrüstungsstand immer den Anforderungen entspricht, wie es auch die früheren Wehrführer wollten, die da waren:

 

1884 - 1895

Hauptmann Heinrich Möller

1895 - 1903

Hauptmann Adolf Butendorp

1903 - 1910

Hauptmann Wilhelm Rußeg

1910 - 1912

Hauptmann Johannes Welcker

1912 - 1938

Hauptmann Arthur Heesch

1938 - 1947

OBM Hans Trautmann

1947 - 1969

OBM Ernst Hansen

1969 - 1986

OBM Kurt Mehrens

1986 - 1996

HBM Horst Bartheidel

1996 - 2008

HBM Manfred Riemann

2008 - 2014

HBM Thomas Bonke-Möller

2014 - ????

OBM Christian Runge

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